Freizeit

Ihre Wochen­enden oder ihren Urlaub verbrachten viele Menschen in einer „Datscha“ (russisches Wort für Ferien­haus) auf dem Land oder im Schreber­garten. Die Schreber­gärten waren meistens kleiner als die Datscha-Grund­stücke und die Klein­gärtner mussten Obst und Gemüse anbauen. Die Lauben in den Schreber­gärten konnten auch zum Über­nachten genutzt werden, boten aber weniger Platz als eine Datscha.
Organisiert waren die Klein­gärtner im VKSK (Verband der Klein­gärtner, Siedler und Klein­tier­züchter). Das angebaute Gemüse und Obst war für den Eigen­bedarf bestimmt oder zum Verkauf in kleinen Mengen. Die Wochenend­grund­stücke und Klein­gärten gehörten dem Staat und wurden den Menschen zugewiesen. Anders als bei den Schreber­gärten gab es für die Nutzung einer Datscha keine Vor­schriften, so dass sich die Menschen hier ziemlich frei und unbeobachtet vom Staat fühlen konnten.

Die Datscha war ein beliebter Rückzugs- und Urlaubsort für Familien. | Bild © Günter Starke

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