Freizeit

Durch die einge­schränkte Reise­freiheit konnten DDR-Bürger ihren Urlaub nur im eigenen Land oder im sozia­listischen Ausland verbringen. In die Tschecho­slowakische Sozia­listische Republik (kurz: CSSR, heute: Tschechische Republik) konnten die Menschen meistens ohne besondere Genehmigung fahren. Für Reisen nach Bulgarien, Ungarn oder Rumänien musste zuvor eine "Reise­anlage für den visa­freien Reise­verkehr" bei der amtlichen Melde­stelle beantragt werden. In der Regel wurden solche Reisen problemlos genehmigt. Die Ostsee war ein beliebtes Reise­ziel im Land, allerdings durfte man die See nicht allein mit einem Boot befahren. Dies konnte schon als „Republik­flucht“ angesehen werden, da die Grenze auch durch die Ostsee verlief. Viele Urlaube wurden auch von den Arbeits­betrieben organisiert, da sie eigene Ferien­heime besaßen. Außerdem gab es zahl­reiche staat­liche Camping­plätze im Land. Die FDJ unterhielt auch ein eigenes Reise­büro über das Gruppen­reisen für Jugend­liche angeboten wurden.

DDR Fritzi Urlaubsziel
Für die Bürger der DDR standen nur ausgewählte Orte als Urlaubsziel zur Auswahl.

Weiterführende Videos

Müller | Ausreisemöglichkeit
Müller | Reisefreiheit
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